Ein weiterer Artikel über unser Sommerlager im letzten Jahr

An den folgenden Tagen, in unserem Sommerlager in Frankreich, war auch noch eine Höhlentour geplant. Nicht in einer befestigten Höhle, sondern in einer bei der voller Körpereinsatz gefordert war. Was das genau bedeutet und wie mein Zucker darauf reagierte, darüber gibt es später mehr zu lesen.

Eine Höhlentour habe ich schon einmal gemacht, aber da war ich 13 Jahre alt und musste mir keine Gedanken über meinen treuen Begleiter machen der in außergewöhnlichen Situationen auch außergewöhnlich reagieren wird.

Nun, einige Jahre später, stand wieder eine Höhlentour auf dem Programm. Aber dieses  Mal war ich als Gruppenleiter dabei und hatte neben der Verantwortung für mich auch eine große Verantwortung für die teilnehmenden Kids. Natürlich hatte ich keine Ahnung was mich in der Höhle erwarten würde und wie sich mein Blutzucker dort unten verhalten wird. Aber das ich dort nicht mitgehe und auf die Aktion verzichte…
Das stand natürlich nicht zu Debatte, denn es muss für alles eine Lösung geben:D

Wir mussten unsere Gruppe aufteilen und beschlossen auch unser Leitungsteam (3 Personen) so aufzuteilen, so dass ich in keinem Fall mit den Kids alleine unterwegs bin.
Natürlich war zusätzlich noch ein einheimischer Bergführer dabei der die Höhle wie seine Westentasche kennt. Dieser konnte aber, auch auf Grund der Sprachbarrieren, natürlich  nicht die direkte Verantwortung für unsere Gruppenkinder übernehmen.
Wir wollten verhindern, dass im Fall einer Unterzuckerung, die Kindern ohne Aufsicht in der Höhle rumturnen können. Mit dieser Lösung hatte ich ein deutlich besseres Gefühl, musste mir keine Sorgen machen und konnte, im Fall einer Hypo, mich nur um mich selber kümmern.

Nachdem dieses Hindernis beseitigt war stand ich nun noch vor dem Handling meines Diabtes-Equipments. Wie sich herausstellte war es nicht empfehlenswert Insulinpumpe und Blutzuckermessgerät mit in die Höhle zu nehmen.

Also wie konnte ich mit einem sicheren Gefühl durch dieses Abenteuer kommen?

Eine starke Unterzuckerung, weit unter der Erde, musste ich unter allen Umständen verhindern. Also habe ich schon beim Frühstück deutlich weniger Insulin gespritzt und es ging mit hohen Blutzuckerwerten (200 mg/dl) los in Richtung Höhle. Zusätzlich habe ich mir den Schutzoverall mit allen möglichen Hypo-Helfern vollgestopft. Somit war ich für dieses Abenteuer gewappnet und konnte auf alle Eventualitäten reagieren.

Der 2. Teil diese Beitrages folgt in wenigen Tagen…